Zur Medialität von Liebe PDF

Benny’s Video ist ein Film des Regisseurs Michael Haneke. Der Teenager Benny lebt mit seiner wohlhabenden Familie zur Medialität von Liebe PDF Wien. Seine Eltern sind beide berufstätig und der Jugendliche ist oft alleine zu Hause. Er besitzt eine Videokamera, mit der er leidenschaftlich gerne und viel filmt.


Författare: Roman Giesen.
Zur Medialität von Liebe leistet einen Beitrag zur Erforschung des konstitutiven Zusammenhangs von Mediennutzung und Liebe. Bereits alltägliche Phänomene verweisen eindrucksvoll darauf, dass Medien in ihrer gesamten Ausfaltung in Liebessituationen eingesetzt werden: Liebende beschwören ihre Zuneigung zueinander in Briefen, teilen ein gemeinsames Lieblingsbuch oder Lieblingslied, das ihnen als Begründung des gegenseitigen Verstehens dient oder teilen eine nur Ihnen verständliche Privatsprache der Liebe.
Dabei betrifft das, was man in Bezug auf Liebe unter dem Begriff ,Medium‘ subsumieren kann, keineswegs nur die herkömmlichen Varianten visueller oder auditiver Medien, welche an technische Dispositive oder an ein gesteigertes Distributionspotenzial gekoppelt sind. Auch konkrete alltägliche Gegenstände, die dem ansonsten ungeteilten Geschmack sympathisierender Menschen entsprechen, sind potenziell beziehungsstiftend und lassen sich als Medien der Liebe konzeptualisieren.
Das vorliegende Buch geht von einem wechselseitigen Konstitutionsgefüge von Medien und Liebe aus und zeigt an einschlägigen Filmbeispielen, dass Medien immer auf Liebe angewiesen sind, um in Liebessituationen mediale Funktionen einnehmen zu können, während der Einsatz von Medien wiederum maßgeblich an der Entstehung von Liebe beteiligt ist.

Als seine einzigen wirklichen Hobbys nehmen das Filmen und das Ansehen von Videos einen großen Teil seiner Freizeit ein. Eines Tages filmt er, wie auf dem Bauernhof von Verwandten ein Schwein mittels eines Bolzenschussgeräts geschlachtet wird. Fasziniert von diesem Video, sieht er es sich zu Hause immer wieder an. Nachdem er eine Nacht auswärts geschlafen hat, zeigt er am darauffolgenden Abend das Video kommentarlos seinen Eltern.

Diese sind schockiert und beraten sich, während Benny schon im Bett liegt, darüber, wie sie weiter vorgehen sollen. Benny hat aber seine Mutter gebeten, die Tür seines Zimmers einen Spalt weit offen zu lassen und nimmt ihr Gespräch auf Video auf. Viele Einstellungen im Film sind aus der Perspektive der Videokamera des Hauptcharakters Benny zu sehen, wobei diese teilweise das ganze Bild einnehmen oder aber auf einem Fernsehbildschirm zu sehen sind. Neben dem Video der Schweineschlachtung, einigen Aufnahmen während des Ägyptenaufenthalts und dem Beweisvideo im Verhör ist dies vor allem in der Tötungsszene bedeutend. Die Kommunikation im Film läuft oft auf mehreren Ebenen ab, indem bei Gesprächsszenen zumeist irgendein Medium auf gleicher Lautstärke im Hintergrund läuft. Die Zuschauer werden damit herausgefordert, beide Informationsquellen wahrzunehmen, auch wenn diese nicht sofort klar getrennt werden können. Das Medium Video bietet Benny die Möglichkeit, die Außenwelt zu konservieren und damit kontrollierbar zu machen.

Erlebtes wird dadurch für ihn reproduzierbar, beeinflussbar, nachbearbeit- und widerrufbar. Dies zeigt sich etwa am Beispiel der Schlachtung. Szene vorwärts ab, wiederholt sich die Schlachtung. Der Film wurde von November 1991 bis Januar 1992 in Wien, Niederösterreich und der Steiermark gedreht.

Der Film wurde vom Österreichischen Filminstitut und dem Filmfonds Wien gefördert. Der Film wurde in österreichischen Kinos 5. Eine beklemmende, komplexe moralische Fabel über die Entfremdung von Menschen zu Wesen mit erschreckender emotionaler Teilnahmslosigkeit. Der dicht inszenierte, hervorragend gespielte und fotografierte Film umschreibt mit verstörender Konsequenz den Verlust von Wirklichkeitsgefühl, Leidenschaft und Leidensfähigkeit. Schüren, Marburg 2005, ISBN 978-3-89472-402-3, S. Diese Seite wurde zuletzt am 23. April 2018 um 09:31 Uhr bearbeitet.

Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Haas wuchs in Maria Alm auf. 1970 kam er als Internatsschüler in das katholische Privatgymnasium Borromäum in der Stadt Salzburg. Nach bestandener Matura studierte er ab 1979 an der Universität Salzburg zunächst Psychologie, ab 1980 dann Germanistik und Linguistik.

Zurück in Österreich, begann er in Wien als Juniortexter bei Werbeagenturen zu arbeiten. Er schuf die Radiospots Lichtfahrer sind sichtbarer sowie Ö1 gehört gehört, den er auch selbst gesprochen hat. Von 1996 bis 2003 schrieb Haas sieben Kriminalromane, sechs davon mit dem Detektiv Simon Brenner als Hauptfigur. Vier Teile des Brenner-Zyklus, Komm, süßer Tod, dann Silentium!