Sind denn die Sehnsüchtigen so verflucht? PDF

Hausmann, Sohn eines Göttinger Fabrikanten, besuchte das Gymnasium und schloss sich schon früh der Wandervogelbewegung an. 1916 legte er das Notabitur als Soldat im Sind denn die Sehnsüchtigen so verflucht? PDF Weltkrieg ab.


Författare: Regina Jung-Schmidt.
Bereits als 14jähriger wird Manfred Hausmann ergriffen von der Sehnsucht nach Gott. Noch vor seiner eigentlichen Bekehrung zum Christentum ist er ein »Von-Gott-Überfallener«. In dem vorliegenden Buch wird der Kampf des jungen Hausmann mit dem schweigenden, dem fremden und ganz anderen Gott anhand seines Frühwerkes gezeigt. Darin spiegelt sich die Frage wider, ob die Sehnsucht nach Gott nicht eher einem Fluch gleicht. Erst durch die wachsende Erkenntnis, dass Gott in seinem vermeintlichen Schweigen in Wahrheit laut und überlaut mit ihm spricht, wandelt sich dieser Fluch für ihn allmählich in einen Segen. Aus dem »Trotzigen« wird der »Getröstete«. Das Buch will, um es mit Hausmanns Worten zu sagen, »einen Schleier beiseite schieben und schweigen. Mehr kann man wohl nicht tun.«

1924 wurden die Zwillinge Wolf und Tjark geboren. 1924 und 1925 war Hausmann Feuilletonredakteur der Weser-Zeitung, daneben erschienen erstmals Novellen von ihm. 1924 gründete Hausmann in Bremen zusammen mit Wilhelm Scharrelmann, Hans Friedrich Blunck, Hans Franck, Alma Rogge u. Aufgrund seines Erfolges konnte Hausmann ab 1927 als freier Schriftsteller leben. Er ließ sich in der Künstlerkolonie Worpswede bei Bremen nieder.

1930 wurde seine Tochter Bettina geboren. Hausmann soll sich 1939 zum Wehrdienst gemeldet haben, musste ihn aber aufgrund seiner alten Verletzung bald wieder quittieren. Er lebte während des Krieges zurückgezogen. 1950 zog er von Worpswede nach Bremen-Rönnebeck in ein neues Haus, das er am Steilufer der Weser hatte errichten lassen, entworfen von dem Architekten Rolf Störmer. Zeit des Nationalsozialismus wird nach Experten wie Arn Strohmeyer und Karl Müller oft übergangen. Die Entwicklung der Menschheit geht zweifellos vom Ahnen zum Wissen, vom Instinkt zur Technik. Darum sind die Möglichkeiten der weißen Rasse, die hauptsächlich die Trägerin des Wissens ist, gar nicht abzusehen.