Seefahrt und frühe europäische Expansion PDF

Gewürzroute genannt, wurde Ende des 15. Die Route trat neben die bisherigen Handelswege, vor allem den Seehandel vom Seefahrt und frühe europäische Expansion PDF Ozean, Roten Meer und Mittelmeer einerseits sowie die Karawanenwege durch Asien andererseits, die von islamischen Herrschern kontrolliert wurden. Auf der Suche nach Seewegen nach Indien gab es verschiedene Varianten.


Författare: Alexander Marboe.
Vom Mittelmeerraum und dem nordwestlichen Atlantik ausgehend, fanden die europäischen Seemächte – allen voran Portugal und Spanien – ihren Weg über den Atlantik, in den Indischen Ozean und den Pazifik, um dort die vorhandenen Handels- und Machtstrukturen nachhaltig zu verändern. Regionen wie Indien, China oder Japan konnten nun direkt über den Seeweg erreicht werden.
Das einzige vorhandene Transportmittel, das diese Expansion Europas ermöglichte, war das Schiff. Im Verlauf des Mittelalters war es von europäischen Schiffsbaumeistern schrittweise zur Hochseetauglichkeit gebracht worden. Auf solchen Schiffen sollten sich dann die europäischen Seeleute in der harten Praxis am offenen Meer jene nautischen Kenntnisse aneignen, die für das weitere Vordringen in noch unbekannte Gewässer nötig waren. Sie brachten auch Militärs, Händler, Gesandte oder Geistliche nach Übersee, die die Ära der langen Dominanz Europas endgültig einläuteten. Es waren wiederum diese Schiffe, die die begehrten exotischen Produkte zurück nach Europa transportierten. Das Schiff war ohne Zweifel und durchaus im wörtlichen Sinne der elementare Träger der europäischen Expansion der frühen Neuzeit. Dieses Buch gibt einen Querschnitt zum Thema Seefahrt und Expansion und bietet damit einen Beitrag zum Verständnis der oft zitierten »Europäisierung der Welt«.

Neben der Route um Afrika gab es vor der neuzeitlichen Entdeckung Amerikas durch die Europäer vor allem auch das Vorhaben, Indien und Ostasien von Europa aus westwärts fahrend zu erreichen. So hätte man sich Indien und Ostasien von Osten aus genähert. Im Jahr 1291 scheiterten die Brüder Vivaldi aus Genua bei ihrem Versuch, den Seeweg nach Indien zu finden. Zwischen 1506 und 1570 setzte die portugiesische Krone mit Hilfe der Casa da Índia ihrerseits ein offizielles königliches Monopol für alle Einfuhren und Verkäufe von Gewürzen aus dem Gewürzhandel durch. Dieser Monopolhandel war profitabel und stärkte das Eigenkapital und die Kreditfähigkeit des portugiesischen Staates. Die Entdeckung und Erschließung des wirtschaftlich günstigeren Seewegs ließ den Asien-Handel auf den alten Überlandrouten wie der Seidenstraße oder der Weihrauchstraße stark zurückgehen. Im Jahr 1580 wurde Portugal in Personalunion mit Spanien vereinigt.

Zu dieser Zeit führten die Niederländer ihren 80-jährigen Unabhängigkeitskrieg gegen die spanische Krone. Ihre Angriffe richteten sich daher seit dem späten 16. Aufgrund der hohen Gewinnerwartungen aus dem Indienhandel gingen seit Anfang des 16. Jahrhunderts weitere europäische Staaten dazu über, Entdeckungsfahrten und Kolonialprojekte zu betreiben oder zu fördern. So wurde die zum Teil gewaltsame Erschließung der Gewürzroute zum Ausgangspunkt für die europäische Expansion und die Kolonisierung weiter Gebiete der Erde v. Die Entdeckung und Eroberung der Welt. Giancarlo Casale: The Ottoman Administration of the Spice Trade in the Sixteenth-century Red Sea and Persian Gulf.

In: Journal of the Economic and Social History of the Orient. Edition Erdmann, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-86539-822-2. Portugal und das Zeitalter der Entdeckungen. Die Entdeckung des Seewegs nach Asien. Portugals Aufstieg zur ersten europäischen See- und Handelsmacht.

Richard Fletcher: Ein Elefant für Karl den Großen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-18516-1, S. Diese Seite wurde zuletzt am 2. März 2019 um 12:09 Uhr bearbeitet. Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden.

Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Wie bei allen Periodisierungen in der Geschichtswissenschaft lassen sich keine exakt datierbaren Epochengrenzen ziehen. Jede Periodisierung in der Geschichtswissenschaft ist eine Setzung anhand bestimmter Kriterien mit dem Ziel, das Forschungsfeld zu systematisieren und einen Forschungsgegenstand einzugrenzen und zu klassifizieren. Dadurch ist nur eine Annäherung an die historische Wirklichkeit möglich bzw. Der geistig-kulturelle Aufbruch der Renaissance und des Humanismus, die Entdeckungsfahrten der Portugiesen und Spanier seit Anfang des 15. Mit ihr verbreitete sich ein neues Menschenbild in Europa, in dessen Mittelpunkt das selbstbestimmte Individuum und seine Fähigkeiten standen.

In Philosophie, Literatur, Malerei, Bildhauerei, Baukunst und allen anderen kulturellen Bereichen orientierten sich die Menschen wieder an den Formen und Inhalten der Antike. Am frühesten lässt sich diese Entwicklung in Italien feststellen, wo sie bereits im 14. Jahrhundert in Florenz zu einer ersten kulturellen Hochblüte gelangte und von wo aus sie sich bis zum Beginn des 16. Die Erfindung des Buchdrucks wiederum verhalf einem Ereignis zum Durchbruch, das insbesondere in Deutschland mit dem Ende des Mittelalters und dem Beginn der Neuzeit gleichgesetzt wird: der Reformation. Luther verteidigte seine Thesen 1521 auf dem Wormser Reichstag vor Kaiser Karl V. Das Ende der Epoche und der Beginn der Moderne wird in der Geschichtswissenschaft weitgehend übereinstimmend mit der Französischen Revolution ab 1789 angesetzt.

In politischer Hinsicht wirkt die Auseinandersetzung zwischen Protestantismus und Katholizismus für die Frühe Neuzeit prägend, die im Dreißigjährigen Krieg mündet. Zumindest im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation entsteht ein neuer Typus von Staat. Die prägende Staatsform der Frühen Neuzeit ist der Absolutismus. Mit ihm geht eine neue Wirtschaftsform, der Merkantilismus, einher. Dabei wandelt sich das Selbstverständnis des Monarchen gegenüber seinen Untertanen. Frühen Neuzeit die Arbeitswelten von Frau und Mann in der Ehe gleichberechtigt nebeneinander und ergänzten sich gegenseitig. Zum Ende dieser Epoche kommen Prozesse der Demokratisierung der Gesellschaft zum Durchbruch.

Das äußert sich am markantesten im Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg und anfangs auch in der Französischen Revolution, die zunächst beide zu republikanischen Neuordnungen der Gesellschaft führen. Eine wesentliche Veränderung hinsichtlich der Industrialisierung brachte die Erfindung der ersten voll funktionsfähigen Dampfmaschine durch James Watt im 18. Dem gingen die Dampfmaschinenkonstruktionen voraus, die bei weitem weniger effizient waren als zum Beispiel die von Thomas Newcomen. Die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gilt als eine der einflussreichsten Ereignisse im Übergang zwischen Mittelalter und Neuzeit. Neben diesen Entwicklungen in der allgemeinen Politik markieren die Fortschritte in der Wissenschaft unzweifelhaft einen wesentlichen Unterschied zu den vorangehenden Epochen und geben somit der Epoche ihr charakteristisches Profil. Die Neuentdeckungen legten den Grundstein für den Aufbau des spanischen und portugiesischen Weltreiches und nach deren Niedergang im Laufe des 17. Jahrhunderts den für den Aufbau des englischen, niederländischen und französischen Kolonialsystems.