Schulthess europäischer Geschichtskalender PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Großmächte zwischen Krisendiplomatie und Aufrüstung Der 24. Mai schulthess europäischer Geschichtskalender PDF war ein sonniger Tag in Berlin, Tausende waren schon früh auf den Beinen, um am Straßenrand die besten Plätze bei einem großen Spektakel zu ergattern: der Hochzeit der einzigen Tochter Kaiser Wilhelms II. Viktoria Luise, mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg.


Författare: H. Schulthess.
Schulthess europäischer Geschichtskalender ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1893.
Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt diese Bücher neu und trägt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch für die Zukunft bei.

Die Hoffnung, durch den „Fortschritt der großen Kulturnationen“ die Lage entspannen und damit den von vielen als unvermeidlich angesehenen, von manchen inzwischen sogar heiß ersehnten Krieg verhindern zu können, war sicherlich ehrlich gemeint. Kanzler Theobald von Bethmann Hollweg nicht ohne Spott meinte, „der Himmel voller Geigen“ hänge, glaubte sogar, bei dieser Zusammenkunft „mit seinem Vetter das Balkanproblem gelöst“ zu haben. Anlass dafür war der im Oktober 1912 ausgebrochene Krieg auf dem Balkan. Funke würde genügen, den Kontinent in die Luft zu jagen. Die Gründe lagen auf der Hand: Jede Veränderung in diesem sensiblen Teil Europas verschob die politischen, vor allem aber die militärischen Gewichte aus regionaler wie auch aus internationaler Perspektive.

Genau dieses Szenario war es, das manchen Politiker und Militär in Wien veranlasste, über einen Präventivkrieg nachzudenken, bevor es tatsächlich zu spät sei: „Unsere wirklichen Lebensinteressen für die Zukunft sind ohne Machteinsatz und ohne Kampf nicht zu bewahren“, hieß es in einer Denkschrift des k. Das Risiko eines Krieges mit Russland hielten sie dabei für kalkulierbar. So sehr die deutsche Seite bereit war, ihren Bündnispartner bei einem Konflikt mit Russland zu unterstützen, so wenig wollte sie Österreich zu diesem Zeitpunkt wegen der unabsehbaren Konsequenzen jedoch zu einem lokalen Krieg gegen Serbien raten. Nach diesen Kriegen, deren Kennzeichen bis dahin ungekannte Grausamkeiten gegen Soldaten und Zivilisten sowie ethnische Säuberungen großen Ausmaßes waren, kam es immer wieder zu Spannungen zwischen einzelnen Mächten, vor allem aber zwischen Österreich auf der einen und Serbien und dem Zarenreich auf der anderen Seite. Auch zwischen Deutschland und Russland kriselte es im Herbst des Jahres. Dass die Donaumonarchie in ihrem Konflikt mit Serbien die Ultima Ratio in Erwägung zog, haben wir schon gesehen. Besonders bemerkenswert ist das Agieren des Reichskanzlers Theobald von Bethmann Hollweg.