KUSATU 11/2010. PDF

Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst. Gruppe des Nordwestsemitischen und damit zur KUSATU 11/2010. PDF Sprachfamilie, auch semitisch-hamitische Sprachfamilie genannt.


Författare: Klaus Beyer.
KUSATU 11 enthält drei Studien aus einem weiten räumlichen und zeitlichen Rahmen der Nordwestsemitischen Sprachen. Mit „Die Sprache der moabitischen Inschriften“ legt der Heidelberger Semitist Klaus Beyer erstmals eine umfassende grammatische Bestandsaufnahme der nur in wenigen Inschriften bezeugten moabitischen Sprache Transjordaniens vor. Die umfangreiche Studie von Kathrin Egger analysiert die verbalen Funktionen des Partizips in der aramäischen Sprache des Genesis-Apokryphons, des längsten und besterhaltenen aramäischen Texts aus Qumran. Die Konstruktionsweisen des Partizips illustrieren insbesondere die Entwicklung und den sukzessiven Umbau des aramäischen Verbalsystems. Peter Van der Veen ediert und diskutiert einen 2008 neu entdeckten althebräisch beschrifteten Krughenkel und legt neue Gesichtspunkte zur schwierigen Frage der Datierung beschrifteter Krughenkel vor.

Die Basis aller späteren Entwicklungsformen des Hebräischen ist die Sprache der heiligen Schrift der Juden, der hebräischen Bibel, deren Quellschriften im Laufe des 1. Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels zu Jerusalem im Jahre 70 n. Zentrum jüdischen Lebens von Judäa nach Galiläa und ins Exil. Etwa ab dem Jahre 200 hörte Hebräisch auf, Alltagssprache zu sein.

Die Erneuerung des Hebräischen mit dem Ziel seiner Etablierung als jüdische Nationalsprache in Palästina begann im späten 19. Jahrhundert auf Initiative von Elieser Ben-Jehuda. Man unterscheidet drei Entwicklungsstufen: Alt-, Mittel- und Neuhebräisch. Daneben gibt es eine eher literarisch definierte Einteilung in Bibelhebräisch, Mischnahebräisch, mittelalterliches Hebräisch und modernes Hebräisch. Diese Einteilung ist im akademischen Hebräischunterricht üblich.