Grenzgänge des Glaubens PDF

Kreis grenzgänge des Glaubens PDF deutschsprachiger Theologen in der ersten Hälfte des 20. Freunde verschafften ihm am Union Theological Seminary in New York eine Anstellung, wo Tillich beinahe zwanzig Jahre lehren sollte. Sammlung von Predigten, die Tillich landesweit bekannt machte. Noch in New York begann Tillich, seine Systematische Theologie zu schreiben.


Författare: Rüdiger Lux.
Es ist gerade die Erfahrung der Grenze, die den Menschen immer wieder herausfordert, die ihm vorgegebenen Räume, Zeiten und Handlungsmöglichkeiten zu überschreiten, sein Leben zu transzendieren. Die Reden und Texte von Rüdiger Lux in dem vorliegenden Band gehen solchen Grenzgängen des Glaubens nach.

Paul Tillich verstarb 1965 im Alter von 79 Jahren. Seine Urne fand zunächst Aufnahme auf dem Friedhof von East Hampton auf Long Island. Diese Begriffspaare entsprechen der Gliederung, die Tillich selbst in seiner Systematic Theology vorgelegt hat. Er entwickelt zwei formale Kriterien für jede Theologie. Darum ist dieses das erste formale Kriterium der Theologie: Der Gegenstand der Theologie ist das, was uns unbedingt angeht. Nur solche Sätze sind theologisch, die sich mit einem Gegenstand beschäftigen, sofern er uns unbedingt angeht.

Das, was uns unbedingt angeht, ist das, was über unser Sein oder Nichtsein entscheidet. Nur solche Sätze sind theologisch, die sich mit einem Gegenstand beschäftigen, sofern er über unser Sein oder Nichtsein entscheidet. Das ist das zweite formale Kriterium der Theologie. Band 1, Einleitung, Abschnitt B 2. Fragen, die sich aus dem Menschsein allgemein ergeben. Die Methode der Korrelation erklärt die Inhalte des christlichen Glaubens durch existentielles Fragen und theologisches Antworten in wechselseitiger Abhängigkeit. Band 1, Einleitung, Abschnitt D 5.

Name für das, was den Menschen unbedingt angeht. Mensch und Gottesvorstellungen hängen zusammen, worauf Projektionshypothesen verweisen. Diese übersehen laut Tillich aber, dass man Projektionen immer auf etwas projiziere, z. Der Bildschirm selbst sei aber nicht eine Projektion. Der Bereich, der uns unbedingt angeht, sei wie ein solcher Bildschirm, und daher auch keine Projektion, sondern der Bereich, auf den die Gottesbilder projiziert werden.

Dieser Übergang wird im Symbol des Falls beschrieben: Der Mensch fällt aus seiner Unschuld und ungestörten Gemeinschaft mit Gott heraus in die Fremde. Leben unter den Bedingungen der Existenz heißt leben unter den Bedingungen der Sünde, die im Wesentlichen an diesen Entfremdungen deutlich wird. Man versteht sich selbst nicht mehr, man zerstreitet sich mit dem Mitmenschen und entfernt sich von dem eigenen Urgrund, aus dem man stammt. Der für die Existenz maßgebliche Schlüsselbegriff „Entfremdung“ könne aber den Begriff „Sünde“ nicht ablösen. Der Mehrwert im Begriff „Sünde“ liege darin, dass er den persönlichen Akt der Abwendung von dem beschreibe, zu dem man gehört.

Während „Entfremdung“ mehr den tragischen Charakter der Schuld betone, hebe „Sünde“ mehr die Rolle der persönlichen Freiheit hervor. Die Christologie sei unter Berücksichtigung der Traditionen zu betrachten, aus denen sie entspringt. Das Neue Sein in Christus sei die Kraft der Erlösung. Tillich selbst versteht Erlösung grundlegend als die heilende und rettende Kraft durch das Neue Sein.

Heilung meine die Wiedervereinigung des Entfremdeten. Erlösung habe einen dreifachen Charakter: Erstens sei Erlösung Partizipation, was mit dem klassischen Ausdruck der Wiedergeburt zu tun habe. Worte: schöpferische Macht, erlösende Liebe, ekstatische Verwandlung. Ekklesiologische Gesichtspunkte finden sich in Tillichs Systematischer Theologie u. Zusammenhang der Überlegungen zu Geschichte und Reich Gottes.

Kirchen die Repräsentanten des Reiches Gottes sind. Band 3, Teil 5 B 1. Das Reich Gottes umfasst dabei nicht nur die „Geistgemeinschaft“, sondern alle Elemente der Wirklichkeit, also alle „Seinsbereiche unter dem Aspekt ihres Ziels“. Die Repräsentation des Reichs Gottes durch die Kirchen ist zweideutig und paradox, weil sie es zugleich offenbaren und verhüllen. Aber selbst wenn die Kirchen das Reich Gottes verhüllen und das dämonische Reich statt dem göttlichen offenbaren, bleiben sie Kirchen. Diese Repräsentation bringt eine doppelte Aufgabe mit sich.

In anderen Worten ist es also die Aufgabe der Kirche, „Zeugnis vom Reich Gottes abzulegen und auf sein Kommen vorzubereiten. Der Grund, warum die Kirchen Werkzeuge des Reiches Gottes sein können, liegt darin, dass sie im Neuen Sein gegründet sind, in dem die Mächte der Entfremdung überwunden sind. Voraussetzung für die Repräsentanz durch die manifeste Kirche ist die vorbereitende Arbeit der latenten Kirche. Das Reich Gottes ist mehr als ein soziales Symbol: Es umfasst die gesamte Wirklichkeit. Die sakramentale Heiligung von Elementen veranschaulicht die Gegenwart des Unbedingt-Wirklichen in allen Dingen. Dieser Aspekt kommt in den „Kirchen des ‚Wortes'“ etwas zu kurz. Das Problem ist, dass die Kirchen selbst der Dämonisierung und Profanisierung unterworfen sind, gegen die sie kämpfen.