Frieden schaffen – mit deutschen Waffen? PDF

Wie bin ich geworden, wer ich frieden schaffen – mit deutschen Waffen? PDF? Wolfgang Heinz war von 1981 bis zu seiner Emeritierung 2007 Professor an der Juristischen Fakultät der Universität Konstanz. Seine Forschungsschwerpunkte hat er im Bereich der Kriminologie, der Rechtstatsachenforschung, des Jugendstraf- und Wirtschaftsstrafrecht.


Författare: Klaus Ebeling.
Debatten um Rüstungsexporte entzünden sich hierzulande meist an regierungsamtlichen Genehmigungen, die dem erklärten Anspruch verantwortungsbewusster Restriktivität krass zu widersprechen scheinen. Doch setzen inzwischen auch explizit sicherheitspolitische und ökonomische Überlegungen zu Rüstungsexporten als Instrumenten legitimer Interessenwahrung stärkere Akzente. Oft stehen sich nicht mehr Realpolitiker und Moralisten unversöhnlich gegenüber. Ist dies ein Anzeichen für tieferliegende Veränderungen im Politikverständnis und bei den es mitleitenden Formen moralischer Kommunikation? Jenseits moralischer Empörung oder Beschwichtigung bietet Klaus Ebeling in einem kritischen Geschäft kompetente ethische Orientierung.

In zahlreichen empirischen Untersuchungen hat er sich mit Fragen der Jugendkriminalität, der Kriminalstatistik und der strafrechtlichen Sanktions- und Wirkungsforschung beschäftigt. Jugendkriminalität – Zahlen und Fakten Jugendliche Kriminelle scheinen brutaler geworden zu sein. Der Kriminologe und Rechtswissenschaftler Wolfgang Heinz skizziert die Jugendkriminalität in Deutschland. Diese sei insgesamt nicht brutaler geworden und auch die Zahlen der Delikte seien rückläufig. Jugendliche wurde und wird zu allen Zeiten geklagt. Die wohl schönste poetische Ausdrucksform dieser Klage hat vor 400 Jahren Shakespeare gefunden: „Ich wollte, es gäbe gar kein Alter zwischen zehn und dreiundzwanzig, oder die jungen Leute verschliefen die ganze Zeit: Denn dazwischen ist nichts, als den Dirnen Kinder schaffen, die Alten ärgern, stehlen, balgen. Anormal“ ist es, dabei erwischt oder deshalb bestraft zu werden.

53,2 Prozent der männlichen und 38,5 Prozent der weiblichen Jugendlichen hatten hierbei auch Schwarzfahren zugegeben. Schaubild 1 zeigt, dass schwere Formen der Kriminalität selten sind. Jugendzeit ist die Zeit höchster Aktivität und des Erkundens von Grenzen. Die Höherbelastung junger Menschen mit registrierter Kriminalität setzt sich, wie Schaubild 2 zeigt, nicht weit in das Vollerwachsenenalter hinein fort.