Ein Vorbild für die Tiere PDF

Zusammen genommen sind sie schwerer als ein Vorbild für die Tiere PDF 82 Millionen Einwohner Deutschlands. Die Futtermittel müssen importiert werden, und zwar hauptsächlich in Form von Sojabohnen. Die Sojabohnen werden auf riesigen Plantagen in Südamerika auf Flächen angebaut, die ehemals von einzigartigen tropischen Regenwäldern bedeckt waren.


Författare: Michael Köhlmeier.
"Gedichte schreiben – das ist für Michael Köhlmeier der Versuch, auf poetische Weise die Welt auf den Punkt zu bringen." Hansjörg Graf, NZZ

Auch China und die USA produzieren enorme Mengen an Sojabohnen. Sojaernte in Brasilien: Großflächig wird in Brasilien Sojabohnen geerntet. Sojabohnen statt Regenwald Der Zyklus, in dem der Regenwald vernichtet wird, lautet: Holz, Vieh, Sojabohnen. Holzfäller schlagen die wertvollen Bäume und öffnen den Wald. Viehzüchter folgen den Holzfällern und verbrennen die restlichen, weniger wertvollen Bäume. Weil die Viehzucht nicht profitabel ist, folgen auf die Viehzüchter die Sojapflanzer und pflanzen Sojabohnen.

Soja ist heute im Tierfutterbereich der konventionellen Landwirtschaften Europas und Nordamerikas eines der wichtigsten Eiweißfuttermittel ist. Es wird vor allem an Schweine, an Geflügel und auch an Rinder verfüttert. Unsere Nutztiere fressen buchstäblich den Regenwald. Sie wächst in nur 100 Tagen an der einjährigen strauchigen Sojapflanze in warmen Regionen wie Nord- und Südamerika, aber auch Asien. Der Eiweißgehalt der Sojabohne beträgt 36 Prozent, sie kann deswegen die Eiweißversorgung des Menschen sicherstellen.

36 Gramm knapp so viel Eiweiß wie ein 150-Gramm-Steak vom Rind, das 38 Gramm Eiweiß enthält. 100 Gramm Sojabohnen enthalten soviel Eiweiß wie ein 150-Gramm-Rindersteak. Im Jahr 2012 war Brasilien mit 65 Millionen Tonnen hinter den USA der zweitgrößte Produzent von Sojabohnen. Mit dem 1973 verhängten Soja-Exportverbot der USA stieg die Nachfrage nach den billigen brasilianischen Sojabohnen sprunghaft an. Im Jahr 2016 hat Brasilien 96 Millionen Tonnen Sojabohnen exportiert. Steigende Nachfrage nach Sojabohnen Die Nachfrage nach Soja steigt. Allein Brasilien hat die Produktion von Sojabohnen in den Jahren zwischen 2002 bis 2016 von jährlich 43 Millionen Tonnen auf 96 Millionen Tonnen mehr als verdoppelt.