Die Einstellung der israelischen Parteien zum «Palästina-Problem» PDF

Zionist ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Mai 1948: David Ben-Gurion erklärt die Unabhängigkeit des Staates Israel unter einem Porträt Theodor Herzls. Zion als Name für die Einstellung der israelischen Parteien zum «Palästina-Problem» PDF Tempelberg in Jerusalem.


Författare: Karlhans Liebl.
Das Palästina-Problem ist seit Jahrzehnten ein Konflikt von internationaler Dimension. Trotz dieser Zeitdauer und der wiederholt durchgeführten Versuche über Verhandlungen zu einer Lösung des Konflikts zu kommen, konnte dieser bis heute nicht befriedet werden. Ziel der Arbeit ist es, die Lösungsvorstellungen der israelischen Parteien zum Palästina-Problem zu erfassen und hinsichtlich ihrer Realisierungs- chancen zu untersuchen. Dabei wird die Stellung des Palästina-Problems innerhalb der Parteiprogramme und der Stellenwert der Parteien hinsichtlich einer Problemlösung israelischerseits untersucht. Weiterhin will die Arbeit die Einstellung und die Lösungsvorstellungen der israelischen Parteien im Zeitablauf und zwar seit der Gründung der ersten jüdischen Partei innerhalb der Zionistischen Bewegung im Jahre 1902 bis heute aufzeigen.

Nach der Zerstörung des um 800 v. Nach der Eroberung Babylons durch die Perser konnten die Juden im Jahr 538 v. Heimat Israel zurückkehren, doch blieben mehrere jüdische Diaspora-Gemeinschaften bestehen. Gegen die römische Herrschaft über Judäa kam es wiederholt zu Aufständen von Juden.

Jerusalemer Tempel und deportierten zahlreiche Bewohner Judäas nach Rom. In der Spätantike und im frühen Mittelalter lebten die Juden anfänglich als geduldete Minderheiten in zahlreichen Diaspora-Gemeinden. Mit der Verbreitung des Christentums verschlechterte sich die Situation der Juden in den christlichen Ländern und seit dem 19. Jahrhundert zusehends auch in der islamischen Welt. Portugal nahm das Osmanische Reich viele verfolgte Juden auf, von denen sich einige in Palästina ansiedelten. In Safed bildeten sie ein neues theologisches Zentrum des damaligen Judentums. Jahrhundert versuchten größere Gruppen europäischer Juden immer wieder, nach Israel auszuwandern.

Bekehrung zu Christus als Vorstufe der Endzeit bewirken zu können. Im Gefolge des um 1750 entstandenen Chassidismus ließen sich einige chassidische Juden in Safed nieder. Nachdem die osmanischen Herrscher jüdische Gemeinden Palästinas mit hohen Steuern und Zöllen belegten, verließen viele jüdische Einwanderer das Land wieder. Seit 1789 verstärkte der Aufschwung europäischer Nationalstaaten deren Konkurrenzkämpfe um die Vorherrschaft im Nahen Osten. Nun entwickelten liberale Philanthropen und Philosemiten Pläne für jüdische Gemeinwesen außerhalb Europas.

1833 unternahm der Vizekönig Ägyptens, Muhammad Ali, einen Aufstand im Gebiet Syriens und Palästinas, der zu deren Trennung vom Osmanischen Großreich führte. In Großbritannien erwogen Regierungskreise daraufhin, Juden ohne autonomen Staat in einem selbstverwalteten Palästina anzusiedeln, um das Osmanische Großreich zu erhalten. 1838 beschrieb der Globe, Organ des britischen Außenministeriums, erstmals diese Idee. 1840 kam es im Gefolge der Damaskusaffäre zu Pogromen an Juden in Syrien.