Die deutsche Oper in den Jahren zwischen der Revolution 1848/49 und der Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 PDF

Phase nach 1870 und oft bis 1914 verwendet, so dass dabei die lange wirtschaftliche Krisenzeit ausgeblendet wird. Die Gründerzeit fällt in jene Epoche, in der das Bürgertum in Mitteleuropa die kulturelle Führung übernahm. Sie gilt daher auch als Hochzeit des klassischen Liberalismus, wenn auch dessen politische Forderungen nur teilweise und eher am Ende dieses Zeitraums umgesetzt wurden. Die Industrialisierung stellte auch ästhetisch neue Aufgaben, vor allem die deutsche Oper in den Jahren zwischen der Revolution 1848/49 und der Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 PDF der Architektur und im Kunsthandwerk.


Författare: Meir M. Stern.

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war in Deutschland eine Zeit der großen Umbrüche – der soziale, kulturelle und wirtschaftliche Wandel machte sich in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens bemerkbar, Analog zu dem sich immer stärker ausprägenden deutschen Nationalbewusstsein wurde das Konzept der Kulturnation entwickelt, dessen Idole Komponisten wie Richard Wagner wurden. Doch auch jenseits dessen Werke entstanden in jenen Jahren zahlreiche Opern deutscher Komponisten, die von diesen Einflüssen geprägt waren, jedoch rasch wieder in Vergessenheit gerieten. Die vorliegende Dissertation von Meir M. Stern untersucht die Inhalte, die Motive und die Bedeutung dieser Opern und ordnet sie in ihren zeithistorischen Kontext ein.

Gleichzeitig reagierten die Menschen auf die schnellen und großen Veränderungen im Lebensalltag mit einer Hinwendung zu Tradition und Geschichte. Jahrhunderts, in dem Unternehmensgründer in relativ kurzer Zeit reich werden konnten. Ein entscheidender Faktor für die rasante Wirtschaftsentwicklung war der Eisenbahnbau. Mit der Eisenbahn wurden neben dem Transportwesen auch Vertrieb und Distribution revolutioniert: Außerhalb des herkömmlichen industriellen Sektors wurde Massenproduktion möglich. Inwiefern Aktiengesellschaften in Deutschland die Gründerzeit prägten, zeigen folgende Zahlen: In den Jahren 1867 bis 1870 wurden in Preußen 88 Aktiengesellschaften gegründet, 1871 bis 1873 waren es 928 Neugründungen.

Reparationszahlungen in Höhe von fünf Milliarden Francs in Gold. Der Schwarze Freitag an der Wiener Börse, 9. Der Aufschwung fand 1873 im großen Wiener Börsenkrach, dem sogenannten Gründerkrach, ein jähes Ende und ging in die etwa zwanzigjährige wirtschaftliche Stagnationsphase über, die als Gründerkrise bekannt ist. In dieser nachfolgenden Krise verlor die Theorie des Wirtschaftsliberalismus an Boden und es wurden auch in der Praxis Kontrollmechanismen geschaffen und Schutzzölle eingeführt. Die in dieser Krisenperiode entstehenden kleinbürgerlichen und proletarischen Massenbewegungen waren erklärte Gegner des Wirtschaftsliberalismus.

Die verheerendste Folge des großen Krachs war psychologisch. Das Versprechen von Reichtum und Aufstieg für alle schien vorerst gescheitert, in Kreisen kleiner Handwerker und Geschäftsleute stand nunmehr die Angst vor dem sozialen Abstieg durch die industrielle Konkurrenz im Vordergrund, außerdem war durch den Krach auch viel erspartes Kapital verloren gegangen. Späthistorismus bis in die Zeit um 1900 bezeichnet. Typisch für die sogenannte Gründerzeitarchitektur ist eine drei- bis sechsgeschossige Blockrandbebauung mit mehr oder weniger reich dekorierten Fassaden. Bedeutend war im letzten Viertel des 19.

Jahrhunderts auch das Aufkommen neuer Bautechniken, jedoch lösten die neuen Materialien zunächst keine Abkehr von den alten Stilen aus. In Deutschland fielen viele der so genannten Gründerzeitviertel den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs zum Opfer. Obwohl die um 1900 entstandenen Bauten des Jugendstils irrtümlicherweise manchmal ebenfalls der Gründerzeitarchitektur zugeordnet werden, sind sie von historistischen Bauten zu unterscheiden. Auch in Österreich begann die Gründerzeit nach 1840 mit dem Beginn der Industrialisierung des Raums Wien sowie in Böhmen und Mähren. Wien, die Haupt- und Residenzstadt von Kaiser Franz Joseph I.

Im kleineren Umfang wurden auch in anderen Städten der Donaumonarchie ganze Stadtteile neu errichtet. Die Donaumonarchie gehörte wirtschaftlich zu den Verlierern der deutschen Reichsgründung, die ihr Ansinnen, dem Deutschen Zollverein beizutreten, aussichtslos machte. Kunst-Verlag Haaff, Germersheim 2005, ISBN 3-938701-01-3. Richard Hamann, Jost Hermand: Deutsche Kunst und Kultur von der Gründerzeit bis zum Expressionismus. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2011, ISBN 3-506-767046. Ausstellungskatalog der Berliner Akademie der Künste vom 8.

Website Lebendiges Museum online, LeMO, abgerufen am 6. Baukunst Nürnberg, Epoche Jugendstil, abgerufen am 16. Diese Seite wurde zuletzt am 17. Januar 2019 um 11:19 Uhr bearbeitet. Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden.