Der Amokläufer PDF

Der Amoklauf von Winnenden und Wendlingen ereignete sich am Vormittag des 11. Der Täter betrat am Mittwoch, den 11. März 2009, gegen 09:der Amokläufer PDF Uhr die Albertville-Realschule in Winnenden.


Författare: Stefan Zweig.
Der Amokläufer ist eine Novelle des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig. Namensgebend für die Novelle ist der – damals noch wenig bekannte – Begriff Amok.

In zwei Klassenzimmern und einem Chemiesaal schoss er mit einer Pistole des Typs Beretta 92 aus dem Besitz seines Vaters auf die dort anwesenden Schüler und Lehrerinnen. Die Polizei erhielt um 09:33 Uhr einen Notruf und entsandte sofort zwei Einsatzteams zum Tatort. Als erste erreichten drei normale Streifenpolizisten das Schulgelände. Danach erschoss Tim Kretschmer am Zentrum für Psychiatrie im Freien einen Mitarbeiter.

Dort betrat er gegen 12:15 Uhr ein Autohaus und erschoss einen 46-jährigen Kunden sowie einen 36-jährigen Mitarbeiter, nachdem ihm nicht wie gefordert ein PKW zur Verfügung gestellt worden war. Daraufhin verließ der 17-Jährige das Autohaus, schoss auf ein vorbeifahrendes Auto und eröffnete das Feuer auf eintreffende Polizisten. In einem anschließenden Schusswechsel wurde der Täter mit jeweils einem Schuss in beide Beine verletzt. Der in einem Nachbarort wohnhafte Täter hatte bis 2008 die Albertville-Realschule besucht und mit der Mittleren Reife abgeschlossen. Sein Vater war Sportschütze und besaß 15 Sportwaffen. Kretschmers Eltern und seine Schwester leben heute geschützt mit einer neuen Identität. Der Unterricht für die Schüler der Albertville-Realschule fiel zunächst aus.

Zahlreiche Trauernde legten Blumen vor dem Schulgebäude ab und stellten dort Kerzen auf. Mit einem offenen Brief wandte sich die Familie des Täters am 17. Opfern, Angehörigen und Freunden ihr Mitgefühl aus. Eine Woche nach der Tat, am 18. Landtag von Baden-Württemberg, Behörden, Hörfunksender und einige Schulen teil.

März 2009 fand in der katholischen Stadtkirche St. März 2009 wurde das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden gegründet. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart leitete gegen den Vater des Täters ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung ein. Er hatte die Tatwaffe nicht wie vorgeschrieben in einem Waffentresor, sondern im elterlichen Schlafzimmer aufbewahrt. Februar 2013 verurteilte das Landgericht Stuttgart den Vater des Täters wegen fahrlässiger Tötung zu einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten, da der Angeklagte die Tat hätte verhindern können, wenn er Waffen und Munition ordnungsgemäß verwahrt hätte. Die dagegen eingelegte Revision nahm der Verurteilte im April 2013 zurück, das Urteil ist somit rechtskräftig. Das Landgericht Stuttgart entschied mit Urteil vom August 2015, dass der Vater des Täters der Unfallkasse Baden-Württemberg, welche eine Forderung in Höhe von knapp 717.

000 Euro geltend machte, die Kosten für die Heilbehandlung von Schülern, Eltern und Lehrern ersetzen muss. Die Schadenersatzforderung gegen die Mutter des Täters wurde abgewiesen. Schließsystem an den Schultüren anbringen lassen etc. Zahlreiche Schadensersatzklagen der Opfer und ihrer Angehörigen gegen den Vater des Täters stehen noch im Raum.

Der Vater forderte seinerseits 8,8 Millionen Euro vom Klinikum Weinsberg, da Tim dort vor seinem Amoklauf psychologisch betreut wurde. Er wollte dieses Geld den Angehörigen der Opfer zukommen lassen. In der Berufungsverhandlung gegen die Mutter machte das OLG deutlich, dass sie im Gegensatz zum Vater die Aufsichtspflicht nicht verletzt habe und deshalb auch nicht Schadenersatz an die Unfallkasse zahlen müsse. Daraufhin zog die klagende Unfallkasse ihre Berufung am 26. Nach dem Amoklauf begann eine politische Diskussion über das Waffenrecht. Insbesondere wurde vorgeschlagen, Sportschützen zu verbieten, ihre Waffen zu Hause aufzubewahren. Ihr Ziel ist das Verbot tödlicher Sportwaffen.

Januar 2013 die Beschwerden von zwei Hinterbliebenen des Winnender Schulmassakers sowie des Sprechers der Sportmordwaffen-Initiative abgelehnt. Zwei Beschwerdeführer haben gegen diese Entscheidung am 14. Mai 2013 Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eingelegt. Mai 2015 durch Entscheidung der Schweizer Richterin Helen Keller ohne weitere Prüfung und ohne nähere Begründung für unzulässig erklärt. Bundespräsident Köhler forderte Politik und Gesellschaft auf, gegen gewaltverherrlichende Computerspiele und Filme vorzugehen.

Jahrestag nach dem Amoklauf 2012 teilte das Regierungspräsidium Stuttgart mit, dass seit der Tat bisher 135. Die Zahl der registrierten Waffen sei damit in Baden-Württemberg um rund 15 Prozent zurückgegangen. Die Landesregierung von Baden-Württemberg berief den Expertenkreis Amok, um mehr über die Hintergründe und Gegenmaßnahmen solcher Taten zu erfahren. Er war mit Politikern, Wissenschaftlern, Jugendschützern, Vertretern von Polizei, Feuerwehr, Jugendamt, Schulverwaltungsamt und Schulen besetzt. Der Arbeitskreis gab 83 Empfehlungen ab. Auch Vertreter des Aktionsbündnisses Winnenden waren daran aktiv beteiligt.