Das vernetzte Heim PDF

Die Artikel Gebäudeautomation, Hausautomation, Intelligentes Wohnen und Smart Home überschneiden sich thematisch. Smart Home dient als Oberbegriff für technische Verfahren das vernetzte Heim PDF Systeme in Wohnräumen und -häusern, in deren Mittelpunkt eine Erhöhung von Wohn- und Lebensqualität, Sicherheit und effizienter Energienutzung auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte und Installationen sowie automatisierbarer Abläufe steht.


Författare: Mirko Knoll.

Inhaltlich unveränderte Neuauflage. Computer erobern den Alltag. Im Jahr 1991 wurde von Mark Weiser erstmals die Vision des Ubiqitous Computing geprägt, in der Kleinstcomputer in All­tags­gegenständen eingebettet sind und miteinander kommunizieren. Dies ist heute schon fast Realität. In unserem täglichen Leben finden sich eine Viel­zahl von Sensoren und Aktoren, die uns das Leben erleichtern sollen. Im Eigenheim regeln z.B. Temperatursensoren die Heizung und Bewegungs­sensoren schalten das Licht ein und aus. Um den Aufwand der Installation gering zu halten, wird zwischen den einzelnen Sensoren immer häufiger drahtlose Kommunikation eingesetzt. Diese Art der Kommunikation birgt allerdings neue Sicherheitsrisiken, da sie leicht abzuhören ist. Um sich gegen Angriffe zu schützen, muss die Kom­mu­ni­kation mit kryptographischen Verfahren gesichert werden. Da es sich bei den eingesetzten Sensoren meist um Kleinstgeräte mit minimalen Ressourcen handelt, eignen sich komplexe kryptographische Verfahren nicht. In diesem Buch werden Methoden vorgestellt, die es erlauben, mit Hilfe ressourcensparender Verschlüsselungsverfahren eine sichere Kommunikation aufzubauen.

Von einem Smart Home spricht man insbesondere, wenn sämtliche im Haus verwendeten Leuchten, Taster und Geräte untereinander vernetzt sind, Geräte Daten speichern und eine eigene Logik abbilden können. Geräte sind teilweise auch getaggt, was bedeutet, dass zu den Geräten im Smart Home Informationen zum Beispiel über Hersteller, Produktnamen und Leistung hinterlegt sind. Eng verwandt mit diesen Verfahren und Systemen sind solche des Smart Metering, bei denen der Schwerpunkt auf dem Messen und einer intelligenten Regulierung des Energieverbrauchs liegt. Bezeichnungen etabliert, die sich teils nur in Bedeutungsschattierungen unterscheiden. Zudem verwenden Hersteller von Smart-Home-Anlagen und -komponenten weitere, speziell auf deren individuelles Marketing abgestimmte Begriffe. Erst zur Jahrtausendwende und in den folgenden Jahren rückten verschiedene Projekte die Smart-Home-Technologie ins Licht der Öffentlichkeit. Entwickelt im Rahmen eines Architekturwettbewerbs im Jahr 2001, wurde Anfang 2005 auf dem Gelände der Bundesgartenschau in München das Haus der Gegenwart erbaut.

Das Haus war aufgrund seiner flexiblen Nutzung und vernetzten Steuerung eine Weiterentwicklung eines herkömmlichen Einfamilienhauses. Alle elektronischen Vorgänge im Haus ließen sich zentral steuern. Vertreter von akademischen Einrichtungen und Industrieunternehmen versuchen, gemeinsame Standards und ein Prüfsiegel für systemübergreifende Interoperabilität im Smart Home zu entwickeln. Partner sind der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. Deutsche Dialog Institut, das VDE Institut, der Connected Living e. Der deutsche Markt für Smart Home soll bis 2025 einen Umsatz von 19 Milliarden Euro erwirtschaften.

Laut einer Prognose des Consulting-Unternehmens Deloitte könnte der Jahresumsatz für das vernetzte Wohnen bis 2017 bei rund 4,1 Milliarden Euro liegen. Inzwischen interessieren sich mehr als drei Viertel der deutschen Internet-Nutzer für die Smart-Home-Technologie. Die Erfolgsfaktoren und die rasante Entwicklung dieser Technik gehen vor allem auf soziologische, aber auch soziodemografische Entwicklungen zurück: Treibende Kennzeichen sind dabei die digitale Vernetzung, der Wunsch nach mehr Komfort und Energieeffizienz, die Alterung der Gesellschaft und ein steigendes Umweltbewusstsein. Diese Trends erkennen auch immer mehr Unternehmen. Derzeit gibt es eine große Vielfalt zueinander inkompatibler Basistechnologien zur Vernetzung eines Smart Home. Mittels der Hausautomation ist es unter anderem möglich, Licht und Heizung zeit- und bedarfsgerecht zu steuern, die Jalousien abhängig vom Lichteinfall herauf- oder herunter zu fahren, und komplexe Abläufe in programmierbare Szenarien zusammenzufassen: So kann mittels Hausautomation beispielsweise Anwesenheit simuliert werden, indem die Steuerung nacheinander in mehreren Räumen das Licht, den Fernseher und andere von außen sicht- und hörbare Einrichtungen ein- und später wieder ausschaltet. Zur Hausautomation gehört auch die Fernsteuerbarkeit dieser Komponenten, entweder via Internet oder über das Telefonnetz.