Das archäologische Jahr in Bayern PDF

Kemathen – Der erste echte Bajuware. Ein Kriegergrab im Altmühltal offenbart ein Stück bayerischer Das archäologische Jahr in Bayern PDF. Von besonderem Interesse sind die fünf handgemachten Tongefäße, unter denen die große, schräg kannelierte Schale vom Typ Friedenhain den Krieger von Kemathen mit den „Männern aus Böhmen“ in Verbindung bringt.


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Das Jahrbuch berichtet wieder über aktuelle Ausgrabungen und Funde in Bayern. Gut verständliche und zugleich wissenschaftlich fundierte Artikel bieten einen umfassenden Überblick über die vielfaltigen Aktivitäten der Landesarchäologie, z. B.:
• Keltisches Kunstschaffen – eine Linsenflasche aus Kösching
• Kies für die Via Claudia? Eine römische Straßenstation in Langweid am Lech
• Reginum geht baden – Geophysik in den Canabae von Regensburg
• Von Bären und Beeren, vom Bauen und Brauen – zur Frühzeit Nabburgs
• Archäologie im Pausenhof – Ausgrabungen im Clavius-Gymnasium in Bamberg

Namensform der Baiern, der Bevölkerung eines Mitte des 6. Jahrhunderts entstandenen Stammesherzogtums, das den Großteil Altbayerns, Österreichs und Südtirols umfasste. Die Herkunft des Namens der Bajuwaren ist umstritten. Laut einer weiteren Theorie ist der Name herkommend vom lateinischen „Pagus Iuvaris“. Iuvara war der römische Begriff für die Salzach, ein Fluss, der im Grenzgebiet des heutigen Bayern und Österreich fließt und somit Siedlungsgebiet der Bajuwaren war. Im Mittelalter betrachtete man die Baiern als Nachfahren der antiken Boier. In der aktuellen Diskussion werden die Bajuwaren von manchen mit einer elbgermanischen Fundgruppe identifiziert, die nach den bedeutendsten Fundorten ihrer Brandgräberfelder und der besonderen Keramik als Friedenhain-Prestovice bezeichnet wird.

Im Süden des heutigen Bayern hingegen ergibt sich ein sehr gemischtes Bild. Vermutlich entstanden die Bajuwaren als Gemisch verschiedener Völker. Nicht in einer großen Wanderung, sondern in einzelnen Schüben besiedelten sie das Land zwischen Donau und Alpen. In der Folge bildete sich das Volk der Bajuwaren, das 551 erstmals genannt wurde.